Was ist Öko-Strom?

Undefiniert in Deutschland.

Der Begriff „Ökostrom“ ist in Deutschland undefiniert. Verschiedene Stromanbieter wollen den Verbrauchern damit einen regenerativ produzierten Strom suggerieren, um sie anzuwerben. „Ökostromanbieter“ ordern über die Strombörse allerdings ebenfalls Graustrom, den sie dann mit verschiedenen Zertifikaten (RECS, HKNR) grün „anstreichen“. Diese Zertifikate dürfen jedoch von EEG-Anlagen nicht ausgestellt werden (§ 80, EEG 2014 „Doppelvermarktungsverbot“) und sie sind zudem europaweit im Überfluss vorhanden.

„Ökostromanbieter“ haben somit nur einen sehr geringen Einfluss auf die Energiewende in Deutschland, die nach wie vor nahezu ausschließlich über das EEG weiter fortgeschrieben wird. Das einzige Instrument für den Ausbau der Energiewende ist aktuell das EEG. Zu niedrigeren Konditionen, außerhalb des EEG, können wirtschaftlich in Deutschland keine neuen regenerativen Energieerzeugungsanlagen betrieben werden.

Diees bestätigt auch eine Studie des Umweltbundesamtes mit dem Thema „Marktanalyse Ökostrom“.

Man stelle sich nun wieder einen Gebirgssee vor, der von einem Quellbach und von einem Industrie-Abwasserrohr gespeist wird. Würde ein Wasserversorgungsunternehmen den Endkunden aus dem Abfluss des Sees nun Quellwasser verkaufen und sich „Quellwasserversorgungsunternehmen“ bezeichnen, so wäre das den wenigsten Kunden glaubhaft zu versichern.
Dieses Wasser-Prinzip ist ähnlich dem aktuellen Strom-Prinzip, bei dem „Ökostromanbieter“ aus einem Graustrom-See, „Ökostrom“ vermarkten wollen.