Erzeugergemeinschaft

Das Weinberg-Prinzip

Das Weinberg-Prinzip sieht die gesamte Energieerzeugungsanlage, dessen Umgebung und mögliche Nutzflächen außerhalb des direkten Anlagenstandortes, als einen zusammenhängenden Organismus, der sich nur im Einklang mit Mensch und Natur selber regulieren kann. Bereits die alten Römer wussten dieses Prinzip auf ihren Weinbergen umzusetzen. Sie sorgten für eine möglichst hohe Artenvielfalt, damit sich das Ökosystem selber regulieren kann, ganz ohne chemische Zusatzmittel. Dieses Prinzip der Selbstregulierung setzen die Anlagenbetreiber an ihren Standorten mit dem Weinberg-Prinzip um.
Darüber hinaus gehört auch die Bevölkerung zur Umwelt. Auch sie wird durch das Weinberg-Prinzip berücksichtigt und entsprechend gefördert. Als Beispiel kann hier das Sponsoring von Vereinen oder Kooperationsvereinbarungen mit Schulgruppen, für ein Klassenzimmer im Freien, genannt werden.
Mit dem Weinberg-Prinzip zeigen zertifizierte Anlagenbetreiber der Bevölkerung, welche Chancen die Energiewende, neben der nachhaltigen Stromproduktion, für die Gesellschaft und die Natur beinhaltet. Ein Kriterienkatalog bestimmt dabei individuell für jede Erzeugungstechnologie die Maßnahmen im Rahmen des Weinberg-Prinzips.

Eine Zertifizierung nach dem Weinberg-Prinzip erfordert grundsätzlich
  1. die Mitgliedschaft in der Erzeugergemeinschaft für Energie in Bayern eG,
  2. ökologische und soziale Investitionen in Höhe von 1,00 % der Bausumme einer Energieerzeugungsanlage
  3. sowie ein regelmäßiges soziales und ökologisches Engagement.

Die Kontrolle der Kriterien nach dem Weinberg-Prinzip erfolgt über ein sogenanntes „anlagenspezifisches Umweltaudit“ und ein Punktesystem, in dem die verschiedenen ökologischen und sozialen Maßnahmen unterschiedlich stark bewertet werden.